Inflationsprognosen steigen für 2027 auf 2,6 Prozent
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In­fla­ti­ons­pro­gno­sen steigen für 2027 auf 2,6 Prozent

Fachleute erwarten laut Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) für 2026 nun 3,0 Prozent Inflation und für 2027 2,6 Prozent. Höhere Energiepreise treiben die Revisionen; langfristig bleiben die Erwartungen bei 2,0 Prozent.

Energieschock wirkt bis 2027

Die EZB-Umfrage für das vierte Quartal 2026 hebt die HVPI-Inflationserwartungen gegenüber dem Vorquartal für 2026 um 0,3 und für 2027 um 0,4 Prozentpunkte an.

Für 2028 bleiben sie bei 2,0 Prozent.

Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel veranschlagen die Befragten für 2026 auf unverändert 2,4 Prozent, für 2027 auf 2,5 und für 2028 auf 2,2 Prozent; die beiden letzten Werte steigen um 0,2 beziehungsweise 0,1 Prozentpunkte.

Für 2031 bleiben Gesamt- und Kerninflation bei 2,0 Prozent.

Laut Sonderfrage zum Nahostkrieg rechnen die Fachleute vor allem 2027 mit zusätzlichen Energiepreiseffekten, aber begrenzten Zweitrundeneffekten.

Die Befragung lief vom 2. bis 7. Oktober 2026 und erbrachte 52 Antworten.

Mehr Wachstum, sinkende Arbeitslosigkeit

Für 2026, 2027, 2028 und 2031 liegen die BIP-Wachstumsprognosen bei 1,0, 1,3, 1,3 und 1,3 Prozent.

Die Revisionen betragen +0,4, +0,1, 0,0 und +0,1 Prozentpunkte; kurzfristig begründen dies vor allem jüngste Daten.

In derselben Jahresfolge beträgt die erwartete Arbeitslosenquote 6,4, 6,3, 6,2 und 6,1 Prozent der Erwerbspersonen, nur 2026 steigt sie um 0,1 Prozentpunkte.

Das erwartete Lohnwachstum liegt bei 3,3, 3,1, 2,8 und 2,7 Prozent; die Änderungen betragen +0,1, +0,1, 0,0 und −0,2 Prozentpunkte.

Die Befragten stammen aus europäischen Finanz- und Nichtfinanzinstitutionen.

Risiken bleiben ungleich verteilt

Die Befragten sehen für 2026 bis 2028 überwiegend Aufwärtsrisiken für die Inflation, danach ausgeglichenere Risiken.

Beim Wachstum überwiegen dagegen über alle Horizonte leicht die Abwärtsrisiken.

Die Umfrage gibt nicht die Position der EZB-Beschlussorgane oder ihrer Beschäftigten wieder.

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