Al-Sayari leitet künftig regionales FSB-Engagement
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Al-Sayari leitet künftig regionales FSB-Engagement

Der Chef der saudi-arabischen Zentralbank, Ayman M. Al-Sayari, übernimmt für zwei Jahre den Vorsitz des regionalen Engagements beim Finanzstabilitätsrat. Er tritt das Amt am 10. August 2026 an.

Kryptowerte und Zahlungsverkehr im Fokus

Ayman M. Al-Sayari, Gouverneur der Saudi Central Bank, wird in seiner neuen Funktion als Chair für regionales Engagement den FSB-Vorsitzenden sowie die Plenarversammlung beraten.

Das Ziel besteht darin, die sechs Regionalen Konsultativgruppen des Finanzstabilitätsrats effektiver einzubinden.

Insbesondere bei Kernthemen wie Kryptowerten, Stablecoins und grenzüberschreitenden Zahlungen sind Fortschritte nur durch eine enge Abstimmung mit Jurisdiktionen möglich, die kein FSB-Mitglied sind.

Al-Sayari verfügt über umfassende Erfahrung im Zentralbankwesen: Von Juli 2023 bis Juni 2025 leitete er als Ko-Vorsitzender die regionale Gruppe für den Nahen Osten und Nordafrika und vertrat dort aktiv die Interessen von Schwellen- und Entwicklungsländern.

Einbindung über die FSB-Grenzen hinaus

Die sechs regionalen Konsultativgruppen wurden im Jahr 2011 ins Leben gerufen, um eine strukturierte Plattform für den Austausch zwischen Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern zu schaffen.

Sie dienen dazu, die Umsetzung internationaler Finanzaufsichtsstandards zu fördern und regionale sowie globale Risiken frühzeitig zu identifizieren.

Durch die Besetzung dieser Schlüsselposition unterstreicht das Gremium die Notwendigkeit, Nicht-Mitgliedstaaten enger in weltweite Stabilitätsinitiativen einzubinden.

Überfällig, aber durch­set­zungs­be­dürf­tig

Mit Al-Sayari setzt der FSB auf eine stärkere Verankerung in den Schwellenländern.

Das ist überfällig, denn globale Standards für Kryptowerte zerbrechen ohne die Einbindung nicht-regulierter Jurisdiktionen.

Ob den Worten zur regionalen Kooperation Taten folgen, liegt nun maßgeblich an der Durchsetzungskraft des neuen Chairs.