Afrikas Finanzaufseher beraten über KI- und Klimarisiken
Die Regionalgruppe Subsahara-Afrika des Finanzstabilitätsrats (FSB) beriet am 23. und 24. Oktober 2026 in Maseru über Finanzrisiken. Im Mittelpunkt standen globale Unsicherheit, Aufsichtsmodernisierung sowie Klima- und Technologierisiken.
Globale Risiken treffen regionale Aufsicht
Die Zentralbank von Lesotho richtete das Treffen der regionalen FSB-Konsultationsgruppe in Maseru aus.
Teilgenommen haben hochrangige Vertreter von Zentralbanken, Finanzbehörden und Regulierungsstellen der Region.
Den gemeinsamen Vorsitz führten Lesetja Kganyago, Gouverneur der südafrikanischen Zentralbank, und Denny Kalyalya, Gouverneur der Zentralbank von Sambia.
Die Mitglieder erörterten globale und regionale Verwundbarkeiten des Finanzsystems.
Dazu zählte die Übertragung globaler politischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Fragmentierung auf die Region.
Weitere Themen waren die Modernisierung von Regulierung und Aufsicht sowie die Anwendbarkeit der vom FSB vorgeschlagenen Grundsätze in Subsahara-Afrika.
Datenlücken und neue Technologierisiken
Die Beratungen umfassten klimabezogene Datenlücken und Lücken im Versicherungsschutz.
Zudem diskutierten die Mitglieder die Folgen künstlicher Intelligenz und des Quantencomputings für Cybersicherheit und Finanzstabilität.
Mit Blick auf das FSB-Arbeitsprogramm 2027 besprachen sie regionale Prioritäten.
Hinzu kamen die Abstimmung zwischen den regionalen Konsultationsgruppen und zentrale Botschaften Subsahara-Afrikas an das FSB-Plenum.
Die Mitteilung nennt keine Beschlüsse zu einzelnen Maßnahmen.
Regionaler Austausch statt neuer Vorgaben
Die Konsultationsgruppen verbinden FSB-Mitglieder und Nichtmitglieder bei Finanzstabilität und der Umsetzung internationaler Finanzpolitik.
Das Treffen in Maseru diente diesem Austausch.
Die Mitteilung verweist auch auf das von der Zentralbank von Mauritius ausgerichtete Treffen vom 16. Juli 2026.