0,3 Prozent Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 erwartet
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0,3 Prozent Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 erwartet

Das Regionalnetzwerk der Norges Bank rechnet für das dritte und vierte Quartal 2026 mit einem Produktionswachstum von jeweils 0,3 Prozent. Getrieben wird die Aktivität von Rüstungsausgaben, Rechenzentren und Kaufkraftgewinnen, während die schwache Bauwirtschaft bremst.

Rüstung und Rechenzentren treiben das Wachstum

Die befragten Unternehmen des regionalen Netzwerks prognostizieren ein moderates Produktionsplus von jeweils 0,3 Prozent für das dritte sowie das vierte Quartal 2026.

Als wichtigste Stützen erweisen sich die gestiegene Kaufkraft der privaten Haushalte, höhere Verteidigungsausgaben sowie Investitionen in den Ausbau von Rechenzentren.

Einzig der Sektor der Öldienstleistungen rechnet nicht mit steigender Aktivität, während die Bauwirtschaft das Gesamtwachstum weiterhin spürbar dämpft.

Bei den Unternehmensinvestitionen zeichnet sich für das Gesamtjahr 2026 ein leichtes Plus gegenüber 2025 ab, bevor für 2027 ein kräftigerer Zuwachs erwartet wird.

Beim Lohnwachstum rechnen die Kontakte mit 4,5 Prozent für 2026 und 4,0 Prozent im Folgejahr.

Die Rentabilität verharrt auf dem Vorjahresniveau.

Kapazitätsdruck und Fachkräftemangel lassen nach

Am norwegischen Arbeitsmarkt und bei den betrieblichen Kapazitäten mehren sich die Zeichen einer Entspannung.

Lediglich 28 Prozent der befragten Kontakte melden eine volle Auslastung ihrer Kapazitäten, was den anhaltenden Trend unterhalb des historischen Mittelwerts weiter verstärkt.

Zugleich sinkt der Anteil der Betriebe mit Rekrutierungsproblemen bei Fachkräften auf 17 Prozent – ebenfalls ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur vorherigen Erhebung.

Für das zweite Halbjahr 2026 stellen sich die Unternehmen daher nur auf ein schwaches Beschäftigungswachstum ein.

Abkühlung nach Plan

Der sinkende Kapazitätsdruck und die nachlassende Personalnot verschaffen der Notenbank geldpolitische Beinfreiheit.

Mit Lohnsteigerungen von 4,5 Prozent bleibt ein rascher Zinswechsel jedoch heikel.

Die Umfrage zeigt eine kontrollierte Abkühlung ohne Rezessionsgefahr.

Quelle: Minor changes in growth prospects

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