China und Laos starten digitale Zahlungsverbindung
Die People’s Bank of China und die Bank of the Lao P.D.R. haben am 18. September 2026 eine gemeinsame Plattform für grenzüberschreitende Digitalzahlungen in Betrieb genommen. Die Vize-Gouverneure Lu Lei und Soulysak Thamnuvong leiteten die offizielle Eröffnung in Nanning.
Startschuss in Nanning
Am 18. September 2026 haben die People’s Bank of China (PBOC) und die Bank of the Lao P.D.R. (BOL) das bilaterale System „China-Laos Cross-Border Digital Payment Connect“ in der südchinesischen Stadt Nanning in der Region Guangxi freigeschaltet.
PBOC-Vizegouverneur Lu Lei und der stellvertretende Gouverneur der laotischen Notenbank, Soulysak Thamnuvong, eröffneten das Projekt im Rahmen einer gemeinsamen Zeremonie.
An der Veranstaltung nahmen hochrangige Vertreter beider Zentralbanken sowie Delegierte teilnehmender Geschäftsbanken und zwischenstaatlich agierender Unternehmen teil.
Das System verknüpft digitale Zahlungsströme beider Länder direkt miteinander und soll Transaktionen im bilateralen Handel sowie bei grenzüberschreitenden Abrechnungen beschleunigen.
Abkommen vom Juni wird Praxis
Die Inbetriebnahme markiert die konkrete Umsetzung einer Vereinbarung, die beide Zentralbanken im Juni 2026 geschlossen hatten.
Damals unterzeichneten die Notenbankgouverneure eine Absichtserklärung zur vertieften Kooperation bei Finanzinnovationen, digitalen Zahlungssystemen und digitalen Zentralbankwährungen.
Das Projekt setzt Beschlüsse der politischen Führung beider Staaten um, die bilaterale Finanzinfrastruktur enger zu verzahnen und Handelsabwicklungen effizienter zu gestalten.
Gezielter Brückenschlag in Südostasien
Peking treibt die grenzüberschreitende Digitalisierung pragmatisch voran, statt auf globale Standards zu warten.
Für Laos vereinfacht die direkte Verknüpfung den Handel mit seinem wichtigsten Wirtschaftspartner.
Damit stärkt China gezielt den Einfluss eigener Zahlungssysteme im südostasiatischen Raum.