Leitzins bleibt bei 1,75 Prozent – Erhöhungen für 2026 geplant
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Leitzins bleibt bei 1,75 Prozent – Erhöhungen für 2026 geplant

Keine Zinsänderung, aber klare Signale: Die schwedische Riksbank belässt ihren Leitzins bei 1,75 Prozent und kündigt erste Anhebungen für 2026 an. Grund dafür sind ein stärkeres Wirtschaftswachstum und anhaltende weltweite Angebotsschocks.

Höherer Zinspfad wegen Konjunkturschub

Der Exekutivrat der Riksbank hat beschlossen, den Leitzins unverändert bei 1,75 Prozent zu belassen.

Die Entscheidung tritt am 30. September 2026 in Kraft.

Gleichzeitig hebt die Zentralbank ihren Zinspfad an: Wenn sich die Aussichten für Inflation und Wirtschaftsaktivität nicht ändern, werden die Zinserhöhungen noch in diesem Jahr beginnen.

Ausschlaggebend hierfür sind eine stärkere Konjunktur und fortbestehende Angebotsschocks durch den Nahost-Krieg, die den weltweiten Kostendruck hoch halten.

Hinzu kommen gestiegene Preise für Öl, Strom und Treibstoffe sowie eine schwächere schwedische Krone.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal über den Erwartungen, und die Riksbank prognostiziert für 2026 nun ein BIP-Wachstum von 2,8 Prozent.

Projektionen nach oben korrigiert

Die schwedische Inflation lag im August im Rahmen der Erwartungen, wird aber durch temporäre finanzpolitische Maßnahmen gedrückt.

Bereinigt um diese Effekte liegt die Teuerung nahe dem Ziel von 2 Prozent.

In den neuen Projektionen erwartet die Riksbank für 2026 eine CPIF-Inflation von 1,5 Prozent (Juni-Prognose: 1,1 Prozent) und für 2027 von 2,1 Prozent.

Der Leitzins soll im vierten Quartal 2026 auf durchschnittlich 1,85 Prozent und bis zum dritten Quartal 2027 auf 2,38 Prozent steigen.

Die Arbeitslosenquote wird für 2026 auf 8,6 Prozent geschätzt.

Ruhe vor dem Zinsschritt

Die Zinspause ist ein taktischer Aufschub, kein Kurswechsel in der Geldpolitik.

Mit der deutlichen Anhebung des Zinspfads bereitet die Notenbank die Märkte unmissverständlich auf eine straffere Gangart vor.

Angesichts von Kronenschwäche und importiertem Kostendruck bleibt den Währungshütern kaum Spielraum für langes Zögern.

Quelle: Policy rate unchanged at 1.75 per cent

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