Größerer Ölpreisschock streut weniger stark als 2022
SARB Studie

Größerer Ölpreisschock streut weniger stark als 2022

Südafrikas Preise ohne Kraftstoffe stiegen nach dem Ölpreisschock binnen sechs Monaten um 2,4 Prozent, gegenüber 4,3 Prozent 2022. Eine Studie der South African Reserve Bank (SARB) zeigt geringere Streuung, aber anhaltende Überschreitungen des Inflationsziels.

389 Positionen zeigen den Preisdruck

Keletso Morwane und Rudi Steinbach untersuchen 389 Verbraucherpreispositionen ohne Benzin und Diesel über sechs Monate ab Februar 2026.

Vergleichsgrößen sind 2022 und der Zehnjahresdurchschnitt; die Analyse ist deskriptiv, keine kausale Schätzung.

Der gewichtete Preisanstieg von 2,4 Prozent übertrifft den historischen Wert von 2,1 Prozent.

Die am Kraftstoffpreisanstieg gemessene Übertragung beträgt 8,3 Prozent gegenüber 15,1 Prozent 2022.

Preise steigen bei 75,1 Prozent der Positionen, gegenüber 86,3 Prozent 2022; 47,8 statt 63,2 Prozent überschreiten das jeweilige Zieltempo.

Das Inflationsziel beträgt 2026 3,0 statt 4,5 Prozent.

Seit Februar entstandene Preissteigerungen erklären 64,8 Prozent der aktuellen Jahresinflation, gegenüber 66,0 Prozent 2022.

Rand und Nahrungsmittel dämpfen

Nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf Iran am 28. Februar 2026 stockte der Tankerverkehr durch die Straße von Hormus.

Brent stieg von 67 Dollar im Januar auf 138 Dollar Anfang April; im September lag der Durchschnitt bei 102 Dollar.

Benzin verteuerte sich im April um 3,06 Rand je Liter, im Mai um 3,27 Rand.

Der Wechselkurs blieb bei 16 bis 16,50 Rand je Dollar.

Getreideüberschüsse und nachlassende Folgen der Maul- und Klauenseuche dämpften Nahrungsmittelpreise: plus 1,2 Prozent binnen sechs Monaten.

Dienstleistungen verteuerten sich um 2,9 Prozent, gegenüber 2,7 Prozent 2022.

Sechs Monate begrenzen den Befund

Die Autoren warnen, dass Zweitrundeneffekte oft erst nach sechs Monaten ihren Höhepunkt erreichen.

Ein längerer Konflikt oder ein Klimaschock erhöht nach ihrer Einschätzung den Preisdruck.

Zugleich erklären kraftstoffunabhängige Faktoren einen Teil der Dienstleistungsinflation; die Befunde sind keine SARB-Position.

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