Neue Vorgaben für Reorganisationspläne von Banken
Der Abwicklungsausschuss SRB hat aktualisierte Leitlinien und ein quantitatives Template für Reorganisationspläne von Banken vorgelegt. Die Vorgaben bündeln bestehende Erwartungen ohne neue Anforderungen.
Konsolidierter Rahmen für den Krisenfall
Der Single Resolution Board (SRB) stellt Banken einen konsolidierten Rahmen bereit, um die Vorbereitung auf Krisen und die Abwicklungsfähigkeit zu stärken.
Die Handreichung fasst bereits bestehende Anforderungen zusammen, ohne neue Pflichten einzuführen.
Ein begleitendes, freiwillig nutzbares quantitatives Template soll Institute bei der praktischen Umsetzung unterstützen.
SRB-Präsident Dominique Laboureix hob hervor, dass die Initiative die Eigenbewertung und Testverfahren zur Abwicklungsfähigkeit verbessert.
Das Regelwerk reagiert direkt auf Wünsche aus der Finanzbranche nach standardisierten Referenzen und einheitlichen Standards bei der Planung von Reorganisationen nach einem Bail-in.
Feedback aus der Konsultationsphase
Der Veröffentlichung ging eine öffentliche Konsultation voraus, die vom 3. Februar bis zum 30. März 2026 stattfand.
Neben den Leitlinien veröffentlichte die Abwicklungsbehörde auch eine Rückmeldung zu den eingegangenen Stellungnahmen der Marktteilnehmer.
Nach der Durchführung eines Bail-in müssen Institute tragfähige Perspektiven für ihre langfristige wirtschaftliche Überlebensfähigkeit nachweisen.
Der SRB behält sich jedoch ausdrücklich vor, in spezifischen Krisensituationen flexibel von den beschriebenen Erwartungen und Schritten abzuweichen.
Klarheit ohne neuen Regulierungsdruck
Das Regelwerk bringt die erhoffte Klarheit für Banken im Krisenmanagement.
Dass der SRB auf neue Pflichten verzichtet und Vorgaben bündelt, ist ein pragmatischer Schritt.
Ob das einheitliche Raster im Ernstfall der Praxis standhält, wird sich erst noch zeigen müssen.