Eigenkapitalrendite der Großbanken steigt auf 10,73 Prozent
Die direkt von der EZB beaufsichtigten Großbanken erzielten im zweiten Quartal 2026 eine annualisierte Eigenkapitalrendite von 10,73 Prozent. Die harte Kernkapitalquote stieg leicht auf 16,00 Prozent, während die Aufwand-Ertrag-Relation auf 53,06 Prozent sank.
Höchste Profitabilität seit Erfassungsbeginn 2015
Die annualisierte Eigenkapitalrendite der bedeutenden Institute erreichte im zweiten Quartal 2026 mit 10,73 Prozent den höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015.
Ein Anstieg der operativen Erträge um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr trieb das Ergebnis an, während die Nettozinsmarge stabil bei 1,54 Prozent lag.
Parallel dazu verbesserte sich die Aufwand-Ertrag-Relation auf einen Tiefststand von 53,06 Prozent.
Bei der Kapitalausstattung verzeichneten die Institute eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 16,00 Prozent nach 15,99 Prozent im Vorquartal.
Die Gesamtkapitalquote lag bei 20,13 Prozent.
Die CET1-Quoten reichten von 13,52 Prozent in Spanien bis 20,78 Prozent in Litauen.
Stabile Kreditqualität und neue Gesamtdaten
Die Quote notleidender Kredite verharrte bereinigt bei 2,17 Prozent.
Zwar stieg das NPL-Volumen um 7,65 Mrd. Euro auf 2,1 Prozent, doch das gesamte Kreditvolumen wuchs mit einem Plus von 429,27 Mrd. Euro (2,6 Prozent) noch stärker.
Im Gewerbeimmobiliensektor sank die NPL-Quote auf 4,36 Prozent, bei KMU stieg sie auf 4,72 Prozent.
Die Liquiditätsdeckungsquote verbesserte sich auf 154,91 Prozent.
Zudem veröffentlichte die Aufsicht erstmals aggregierte Daten für bedeutende und weniger bedeutende Institute.
Glänzende Fassade mit Rissen im Detail
Die Rekordzahlen belegen die Ertragsstärke der europäischen Großbanken im aktuellen Zinsumfeld.
Allerdings verdeckt das starke Kreditwachstum, dass das absolute Volumen fauler Kredite weiter ansteigt.
Vor allem die Zunahme notleidender Kredite bei kleineren Unternehmen mahnt zur Wachsamkeit.
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