1,4 Millionen Pilger brachten Italien 1,6 Milliarden Euro
BDI Paper

1,4 Millionen Pilger brachten Italien 1,6 Milliarden Euro

Knapp 1,4 Millionen internationale Gäste reisten 2025 eigens für das Heilige Jahr nach Italien und gaben dort 1,6 Milliarden Euro aus. Zusätzliche 2,2 Millionen Reisende nahmen an religiösen Veranstaltungen teil, wie eine Sondererhebung der Banca d’Italia zeigt.

Ausgabenplus im Windschatten des Heiligen Jahres

Rund 1,38 Millionen ausländische Übernachtungsgäste besuchten Italien 2025 gezielt wegen des Jubiläums – das entspricht 2,2 Prozent der 61,45 Millionen internationalen Besucher.

Diese Gruppe generierte Ausgaben von 1,62 Milliarden Euro und trug zwei Drittel zum Ausgabenwachstum gegenüber dem Vorjahr bei.

Jubiläumstouristen gaben mit 1.173 Euro pro Kopf deutlich mehr aus als sonstige Gäste mit 882 Euro.

Gründe dafür sind die längere Verweildauer von 7,1 Tagen und höhere Tagesausgaben von 166 Euro.

Über die Hälfte aller Jubiläumsreisenden stammte aus fünf Staaten: Die USA führten mit 17,1 Prozent vor Spanien mit 11,0 Prozent, Polen mit 8,1 Prozent sowie Großbritannien und Frankreich.

Rom profitiert, Regionen spüren Mitnahmeeffekte

Die regionalen Effekte konzentrierten sich stark auf die Hauptstadtregion: In Latium stiegen die Gästezahlen um 23,0 Prozent und die Einnahmen um 19,2 Prozent auf 10,24 Milliarden Euro, während die übrigen Regionen nur 2,1 Prozent Ausgabenplus verzeichneten.

Zudem nutzten 2,19 Millionen Urlauber, die ohnehin nach Italien reisten, religiöse Angebote.

Beide Gruppen zusammen summierten sich auf 4,0 Milliarden Euro oder 7,4 Prozent aller Tourismusausgaben.

Die Beteiligung korrelierte dabei vor allem mit der absoluten Zahl an Katholiken im Herkunftsland.

Ökonomischer Hebel mit Verfallsdatum

Die Daten belegen einen klaren Schub durch das Großevent, dämpfen aber Erwartungen an einen landesweiten Boom.

Der ökonomische Mehrwert konzentrierte sich fast nur auf Rom und speiste sich primär aus US-Gästen.

Damit bleibt das Heilige Jahr ein temporärer Sondereffekt ohne nachhaltige Breitenwirkung.

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