Panetta unterzeichnet gemeinsame europäische Werte-Charta
Die italienische Zentralbank meldet am 15. Oktober 2026 ihre Unterstützung für die gemeinsame Werte-Charta europäischer Zentralbanken und Aufsichtsbehörden. Fabio Panetta steht auf der Liste der Unterzeichner.
Vier Werte verbinden die Institutionen
Die Europäische Zentralbank (EZB), nationale Zentralbanken und zuständige Aufsichtsbehörden haben 2026 eine gemeinsame Werte-Charta gestartet.
Sie richtet sich an das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) und den Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM).
Die öffentliche Selbstverpflichtung ist freiwillig und steht deren nationalen Mitgliedsinstitutionen zur Unterzeichnung offen.
Ihre vier Werte sind Vertrauen, Lern- und Entwicklungsbereitschaft, Fürsorge sowie Engagement.
Daraus folgen Zusagen zu Integrität, Transparenz, Rechenschaft, kontinuierlichem Lernen und zum Wohlergehen der Beschäftigten und der Gesellschaft.
Die Charta ergänzt lokale Werte und orientiert sich an der EU-Grundrechtecharta und dem Vertrag von Maastricht.
Gemeinsame Werte sollen Personal gewinnen
Die Charta bezeichnet den sozialen Dialog als Pfeiler von Vertrauen und Engagement.
Wissensaustausch und gemeinsames Lernen sollen die Zusammenarbeit stärken.
Ein Anhang überträgt die Werte auf die Personalgewinnung: gesellschaftliche Wirkung, Entwicklungsmöglichkeiten, Stabilität und europäische Gemeinschaft bilden das Arbeitgeberversprechen.
Die Unterzeichnerliste nennt den Stand vom 12. Mai 2026 und soll vierteljährlich ergänzt werden; einzelne Unterschriften tragen spätere Daten, darunter Juni 2026.
Selbstverpflichtung statt neuer Aufsichtsregeln
Die Charta bündelt Zusagen zur Arbeitskultur, nicht neue geldpolitische oder aufsichtliche Beschlüsse.
Sie soll laut Dokument institutionelle Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit stützen.
Ihr Instrument sind gemeinsame Werte, Zusammenarbeit und ein gemeinsames Arbeitgeberversprechen.