Sechs Bankengruppen behalten 2027 ihre Systemrisikopuffer
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Sechs Bankengruppen behalten 2027 ihre Sys­tem­ri­si­ko­puf­fer

Für sechs italienische Bankengruppen bestätigt die Banca d’Italia am 23. Oktober 2026 die Einstufung als anderweitig systemrelevant für 2027. Ihre Kapitalpuffer bleiben bei 0,25 bis 1,25 Prozent.

Kapitalpuffer bleiben auf bisherigem Niveau

Ab 1. Januar 2027 müssen UniCredit und Intesa Sanpaolo jeweils 1,25 Prozent ihrer risikogewichteten Gesamtrisikoposition als Puffer für anderweitig systemrelevante Institute vorhalten.

Für Monte dei Paschi di Siena, Banco BPM und BPER Banca gelten jeweils 0,50 Prozent, für ICCREA 0,25 Prozent.

Die Werte entsprechen denen von 2026; für Monte dei Paschi di Siena und BPER gelten sie seit 1. April 2026.

Bei Verfahrensbeginn noch nicht abgeschlossene Fusionen italienischer und ausländischer Gruppen blieben unberücksichtigt.

Bei wesentlichen Auswirkungen auf die Systemrelevanz kann die Banca d’Italia neue Verfahren eröffnen.

Rechtsgrundlagen sind ihr Rundschreiben 285/2013 zur Umsetzung der Richtlinie 2013/36/EU und die Leitlinien EBA/GL/2014/10 der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).

Sechs Gruppen über der Schwelle

Die Prüfung erfasst alle Bankengruppen und Einzelbanken Italiens zum 31. Dezember 2025.

Die Schwelle liegt bei 300 Basispunkten.

Werte in Basispunkten, jeweils gesamt/Größe/Bedeutung für Italiens Wirtschaft/Komplexität/Verflechtung: UniCredit 2.908/2.516/2.109/4.129/2.877; Intesa Sanpaolo 2.882/2.376/2.889/3.232/3.033; Monte dei Paschi di Siena 691/737/537/654/834; Banco BPM 545/573/509/477/623; BPER Banca 490/625/668/226/441; ICCREA 343/512/511/96/225. Die vier Kategorien entsprechen den EBA-Leitlinien.

Fusionen bleiben ein Prüfvorbehalt

Die unveränderten Puffer berücksichtigen nicht alle laufenden Zusammenschlüsse.

Für die Kalibrierung gilt das 2023 festgelegte System mit acht Stufen und Puffern von 0,25 bis 3,00 Prozent.

Die Banca d’Italia überprüft Einstufungen und Puffer mindestens jährlich und behält zusätzliche Verfahren bei wesentlichen Fusionseffekten vor.

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