Italiens Staatsschulden sinken im August um 6,148 Mrd. Euro
BDI Daten

Italiens Staatsschulden sinken im August um 6,148 Mrd. Euro

Italiens Staatsschulden sanken im August 2026 auf vorläufig 3.200,848 Mrd. Euro. Die italienische Zentralbank veröffentlichte am 15. Oktober zugleich einen gesamtstaatlichen Finanzierungsbedarf von 10,372 Mrd. Euro.

Weniger Schulden, weniger Liquidität

Der Schuldenstand sank gegenüber Juli von 3.206,996 auf 3.200,848 Mrd. Euro.

Gleichzeitig verringerte das Schatzamt seine liquiden Mittel um 16,590 auf 59,147 Mrd. Euro.

Nach Abzug dieser Mittel stieg die Verschuldung von 3.131,260 auf 3.141,701 Mrd. Euro.

Der Finanzierungsbedarf entfiel mit 10,142 Mrd. Euro auf den Zentralstaat und zusätzlich 232 Mio. Euro auf lokale Gebietskörperschaften; Sozialversicherungsträger verzeichneten einen Überschuss von 2 Mio. Euro.

Im August 2025 hatte der Gesamtstaat einen Überschuss von 685 Mio. Euro erzielt.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Schulden sank von 7,9 auf 7,8 Jahre.

Innerhalb eines Jahres werden 586,762 Mrd. Euro fällig.

Die Augustwerte sind vorläufig.

Revisionen nach der Septembermeldung

Die Daten berücksichtigen die Meldung an die Europäische Kommission vom 30. September im Defizitverfahren.

Gegenüber dem 15. September steigen die Schuldenstände für 2022, 2023, 2024 und 2025 laut Revisionstabelle um 157, 296, 829 und 1.206 Mio. Euro.

Die aktualisierten Schuldenquoten betragen 138,4, 134,0, 134,3 und 136,7 Prozent des BIP.

Grundlage sind die am 22. September 2026 veröffentlichten Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen von Istat.

Die Zentralbank führt die kleinen Revisionen auf die reguläre Aktualisierung ihrer Quellen zurück.

Bruttoschulden zeigen nur einen Ausschnitt

Der Rückgang der Bruttoschulden steht einem Anstieg nach Abzug der liquiden Mittel gegenüber.

Die Statistik unterscheidet damit zwischen Schuldenbestand, Liquiditätsbewegungen und kassenmäßigem Finanzierungsbedarf.

Zur vollständigen Gläubigerstruktur liegen für August noch keine Daten vor.

Fehler melden