Vergabe der Schulpraktika für 2026/2027 folgt Windhundprinzip
Italienische Schulen können sich ab sofort für die praxisorientierten Ausbildungsprogramme des Schuljahres 2026/2027 bewerben. Das achtstufige Verfahren regelt die Platzvergabe über das nationale Register für Schule und Beruf.
Acht Schritte zum Ausbildungsplatz
Die Bewerbung für die Ausbildungswege im Rahmen der Schul-Arbeits-Orientierung für das Schuljahr 2026/2027 gliedert sich in acht Schritte.
Schulen wählen zunächst bis zu drei verfügbare Bildungswege in ihrer Region aus und notieren die entsprechenden Programmcodes.
Die Anmeldung erfolgt über das nationale Register für Schule-Beruf-Wechsel (RASL), das auch über das italienische Ministerium für Bildung und Verdienst erreichbar ist.
Im Profil der Notenbank stehen Angebote für insgesamt sechs Berufsbilder bereit.
Über einen externen Link im Register gelangen Bildungseinrichtungen auf das Buchungsportal.
Dort tragen Verantwortliche die Schuldaten sowie einen Ansprechpartner ein, buchen ein bis drei Wege und reichen den Antrag digital ein.
Rotationsprinzip bricht Dauergäste
Die Zuteilung der Plätze erfolgt grundsätzlich nach dem zeitlichen Eingang der Registrierung.
Um eine faire Rotation zu sichern, greift bei mehrfach erfolgreichen Bewerbern eine Sonderregel: War eine Schule bereits in drei aufeinanderfolgenden Schuljahren beteiligt, erhalten Erstantragsteller den Vorzug.
Voraussetzung hierfür ist, dass der neue Antrag innerhalb von fünf Arbeitstagen nach der Einreichung der bereits etablierten Schule eingeht.
Bei technischen Störungen behält sich die Zentralbank zusätzliche Prüfungen vor.
Bürokratie bremst Bildungschancen
Das Windhundprinzip benachteiligt kleinere Schulen mit geringeren administrativen Ressourcen systematisch.
Die Fünf-Tage-Frist für Neulinge schafft zwar Chancengleichheit, wirkt in der Praxis jedoch wie ein bürokratischer Flickenteppich.
Ein transparentes Losverfahren wäre für eine Notenbank die zeitgemäßere Wahl gewesen.